Bambus im Kübel pflanzen – darauf musst du für eine gesunde Pflanze achten

Damit dein Bambus auch genau so in Szene gesetzt werden kann, wie er es verdient, braucht er auch die passenden Rahmenbedingungen. Ein Kübel eignet sich super, um diese Pflanze sowohl im Innen- als auch im Außenbereich zu einem echten Hingucker werden zu lassen. 

Wenn du möchtest, dass dein Bambus dir über einen langen Zeitraum hinweg Freude macht, solltest du wissen, was er benötigt. Dies gilt sowohl für den richtigen Standort des Topfes als auch für sein Wachstum und seinen Wasserbedarf. 

In diesem Ratgeber erfährst du alles, was du rund um die Pflege und das Einpflanzen deines Bambus in den Kübel wissen musst.

Einen Bambus im Kübel pflanzen: Das musst du beachten

Keine Lust, viel zu lesen?

  • Nutze einen ausreichend großen Pflanzkübel, in dem keine Staunässe entsteht
  • Stelle die Bambuspflanze im Kübel in den Halbschatten oder in die Sonne
  • Greife zu einer winterfesten Bambussorte und schütze den Topf im Winter, wenn er draußen steht
  • Sorge für feuchte Erde, aber vermeide Staunässe
  • Pflanze lieber Fargesia Arten in Kübel, sie bilden keine Ausläufer

Damit sich dein Bambus in seinem Topf auch wirklich wohlfühlt, ist es wichtig, ein paar Punkte zu beachten. Aber keine Sorge: Du brauchst keinen extrem ausgeprägten „grünen Daumen“, um deinen Bambus zu pflegen! 

Diese Pflanzen sind genügsamer, als viele glauben.

Der richtige Kübel

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Bevor du deinen Bambus einpflanzt, ist es wichtig, den Pflanzkübel vorzubereiten. So schaffst du eine gute Grundlage für das Wachstum und langfristige Gesundheit.

  1. Bohre Öffnungen mit einer Breite zwischen drei und fünf Millimetern für den Wasserlauf. So kannst du Staunässe vorbeugen. 
  2. Lege Tonscherben auf die Öffnungen. Auf diese Weise verhinderst du, dass sie verstopfen.
  3. Fülle eine Drainageschicht, zum Beispiel aus Kies oder Blähton, in den Kübel. Diese sollte nicht höher als fünf Zentimeter sein.
  4. Fülle den Rest mit humusreicher Erde auf.
  5. Bewässere den Wurzelballen der Bambuspflanze ausgiebig, wenn du sie einpflanzt
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Die beste Platzierung 

Es gibt fast 50 verschiedene Bambusarten und mehr als 1.000 Sorten. Und jede Variante stellt individuelle Ansprüche an den jeweils „besten“ Standort. Es gibt Bambuspflanzen, die sich eher im Sonnigen wohlfühlen, manche die halbschattig mögen und solche, die eher einen Platz im Schatten benötigen.

Daher solltest du deinen neuen Bambus nie „einfach so“ kaufen, sondern zunächst überlegen, wo du ihn platzieren möchtest. Mit dem richtigen Standort schützt du den Bambus „ganz nebenbei“ vor Schädlingsbefall und Krankheiten. 

Ein kleiner Tipp: Die meisten Bambus Sorten, die in einen Kübel eingepflanzt werden können, fühlen sich an einem halbschattigen Ort besonders wohl. Je mehr Sonne auf den Kübel trifft, desto mehr musst du allerdings wässern. Dein Bambus sollte nie austrocknen. 

Ist dein Bambus winterfest oder nicht? 

Du möchtest dir auch bei niedrigen Temperaturen keine Sorgen um deine Bambuspflanzen machen müssen? In diesem Fall solltest du dich für eine der winterharten Pflanzen entscheiden. Besonders beliebte Beispiele hierfür sind unter anderem:

  • Fargesia murielae
  • Phyllostachys bissetii
  • Phyllostachys aurea.

Diese Pflanzen sind immergrün und wie dazu gemacht, auch vergleichsweise kalte Winter zu überstehen.

Um herauszufinden, ob du deinen Bambus im Winter zusätzlich schützen musst, achtest du bei anderen Sorten am besten immer auf die Angaben zur Winterhärte. Hier kann es dann nötig sein, deine Pflanze zusätzlich mit einschlägigem Equipment aus der Kategorie Winterschutz zu schützen.

Steht dein Bambus im Winter in der Wohnung, gestaltet sich das Ganze natürlich besonders unkompliziert. In diesem Fall kannst du meist auch problemlos zu tropischen Varianten, wie Bambusa vulgaris “Wamin” und Bambusa vulgaris “Striata”, greifen.

Diese sehen nicht nur im Pflanzkübel gut aus, sondern gelten auch als pflegeleicht. 

Der Wasserbedarf

Bei der Kübelhaltung haben Bambuspflanzen nicht die Möglichkeit, sich „aus der Erde zu bedienen“. Vielmehr ist er auf deine Hilfe angewiesen.

Im Idealfall sollte die Erde im Topf nie komplett trocken sein, sonst kann dein Bambus vertrocknen. Gleichzeitig ist es wichtig, Staunässe zu vermeiden. Wenn du deinen Bambus überwässert hast, wird dieser gelbe Blätter bilden. In diesem Fall ist es wichtig, eine Gießpause einzulegen. 

Gieße deinen Bambus im Sommer etwa zwei- bis viermal in der Woche. Im Winter reicht es meist aus, die Pflanze einmal in der Woche zu bewässern. Wenn die Sonne besonders ausgiebig scheint, kannst du meist auch auf zwei Gießintervalle in der Woche setzen.

Als Faustregel gilt: Ist die Erde etwa eine Fingerlänge trocken, muss nachgegossen werden. 

Das Wachstum

Du hast den perfekten Platz für deinen Bambus gefunden? Wunderbar! In diesem Fall ist es wichtig, zu überprüfen, ob die Pflanze auch ausreichend Platz haben wird – nicht nur nach dem Einpflanzen, sondern auch noch in ein, zwei Jahren. Viele Bambussorten wachsen sehr schnell. Nicht nur nach oben, sondern auch in die Breite.

Um zu verhindern, dass du deine Kübel allzu oft tauschen musst, solltest du dich immer für horstbildende Bambussorten entscheiden. Diese wachsen vornehmlich in die Höhe.

In den meisten Fällen handelt es sich bei den verschiedenen Varianten der Fargesia Familie um eine hervorragende Wahl.

Solltest du dir rhizombildende Bambussorten in einen Topf pflanzen, achte auf einen möglichst starken Topf. Diese Bambussorten (häufig phyllostachys) bilden unterirdisch starke Triebe in die Breite.

Welchen Bambus kann man im Kübel pflanzen?

Ein Fargesia Bambus im Topf

So gut wie jede der 20 Bambusarten, die hierzulande gedeihen, kann auch im Kübel gehalten werden. Aber: Es gibt Pflanzen, die mit dieser Herausforderung etwas besser zurechtkommen als andere. Vor allem die Varianten:

  • Fargesia murielae “Jumbo”
  • Fargesia murielae “Simba”
  • Phyllostachys aurea
  • Pleioblastus simonii
  • Pseudosasa japonica

erweisen sich in diesem Zusammenhang als besonders genügsam und pflegeleicht.

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Der Fargesia Bambus wächst hier in Deutschland sehr gut; sowohl im Topf als auch in dem Garten. Er wuchert nicht und benötigt dadurch keine Rhizomsperre.

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11/30/2022 08:40 am GMT

Da jedoch viele verschiedene Sorten zur Verfügung stehen, könnte es sein, dass dir die Auswahl etwas schwerfällt. 

Wenn du zudem mit Hinblick auf das Wachstum der Wurzeln und vor allem deren Breite keine allzu großen Mühen auf dich nehmen möchtest, solltest du dich immer für einen horstbildenden Bambus entscheiden. 

Denn: Diese Varianten wuchern nicht und bilden keine Ausläufer. Wenn du dich von Anfang an für einen ausreichend großen Topf entscheidest, musst du sie auch nicht umpflanzen. Die horstbildenden Bambuspflanzen kannst du – je nach Sorte – sowohl drinnen als auch draußen aufstellen.

In erster Linie sind hier für unsere Breiten und das Halten im Pflanzkübel die Fargesia Arten gut geeignet.

Auf der Suche nach der richtigen Größe des Kübels helfen dir die folgenden Anhaltspunkte weiter: 

(Achtung: Die folgenden Details beziehen sich auf jüngere Pflanzen. Wenn du direkt vorsorgen möchtest, solltest du – je nach Sorte – mit etwa 60 Litern Volumen rechnen.)

  • Kleinere Sorten, wie der Fresena, fühlen sich in einem Topf mit einem Volumen von etwa 20 Litern wohl. 
  • Sorten wie die Sorten Flamingo und Schwan benötigen schon etwas größere Kübel. Hier solltest du mit etwa 25 Litern rechnen. 
  • Besonders „üppig“ gestaltet sich das Ganze mit Sorten wie Standing Stone und Green Arrows. Hier brauchst du einen Kübel mit einem Fassungsvermögen von etwa 30 Litern. 

Welche Erde ist für Bambus im Kübel ideal?

Damit deine Bambuspflanze im Topf auch wirklich mit allem versorgt wird, was sie zum Leben benötigt, ist die passende Erde wichtig. Am besten entscheidest du dich für ein Substrat, das mit einem durchschnittlichen Gewicht aufwartet. 

Zu leichte oder gar torfige Erde ist ungeeignet. Der Landerde Anteil sollte hoch sein. 

Mit Dünger
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Eine perfekt für Bambus zusammengesetzte Erde mit zusätzlichem NPK Dünger für besonders gutes Wachstum. Gut zum Mischen mit normaler Blumenerde.

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Bitte beachte auch die folgenden Tipps: 

  1. Der Boden sollte wasserdurchlässig und humusreich sein.
  2. Pflanze den Bambus nicht in lehmigen, nassen Boden ein. 
  3. Die verschiedenen Bambusarten fühlen sich besonders in lockeren, sandig-lehmigen Böden wohl. 
  4. Achte auch auf eine leicht krümelige Bodenstruktur. 
  5. Ein zu lehmiger Boden kann mit Hilfe von Kompost, Torf und Blumenerde etwas aufgelockert werden.

Wenn all diese Faktoren berücksichtigt werden, schaffst du die Basis dafür, dass das Gießwasser noch ein wenig länger gespeichert werden kann. Der Markt bietet mittlerweile viele verschiedene Produkte, die exakt an die Bedürfnisse von Bambus angepasst wurden. 

Um Staunässe bestmöglich zu vermeiden, kannst du im Bodenbereich des Kübels auch eine Schicht Perlit oder Blähton ausbreiten. 

Wie pflegt man Bambus im Kübel am besten? 

Die Größe deines Topfes muss zur Größe des Bambus passen. Wenn du dich also nicht von vornherein dazu entschlossen hast, mit beispielsweise 60 Litern Volumen auf Nummer Sicher zu gehen, musst du deinen Bambus spätestens alle vier Jahre umtopfen.

In diesem Zusammenhang kannst du auch gleich Verfilzungen an den Wurzeln lösen und zu lange Sprossachsen kürzen.

Die folgenden Punkte spielen bei der Pflege von Bambus eine wichtige Rolle: 

  • Ältere Halme und schwache Triebe solltest du immer entfernen. 
  • Schneide auch störende Zweige an der Seite ab und bringe deinen Bambus somit in Form. 
  • Unterstütze deinen Bambus in der Zeit zwischen März und Juni mit einem Volldünger. Dieser sollte nicht zu schnell wirken und stattdessen seine Nährstoffe langsam freigeben. Am besten entscheidest du dich für einen Artikel mit viel Stickstoff. Auf diese Weise unterstützt du deine Pflanzen und bereitest sie letztlich auch auf den Winter vor. 
  • Achte darauf, deinen Bambus ausreichend, aber nicht zu stark, zu bewässern (vermeide Staunässe)

Generell nimmt die Pflege von Bambus im Kübel nicht viel Zeit in Anspruch. Wichtig ist jedoch, dass du dich für die richtige Sorte und die passenden Rahmenbedingungen entscheidest.

Du kannst deine Pflanze jederzeit in Form bringen, indem du den Bambus schneidest.

So kannst du den Bambus im Topf überwintern

Wenn du in einer Gegend wohnst, in der die Temperatur im Winter nicht allzu oft deutlich unter null fällt, du deinen Bambus ohnehin drinnen oder an einem windgeschützten Ort aufgestellt hast, gestaltet sich das Überwintern unkompliziert. 

Besonders wichtig ist, dass du deine Pflanze auch bei niedrigeren Temperaturen ausreichend wässerst.

Solltest du allerdings in einer Region wohnen, in der es im Winter sehr kalt wird, bietet es sich an, vorzusorgen. Am besten umschließt du den betreffenden Pflanzkübel mit etwas Luftpolsterfolie oder einem Pflanzenvlies und stellst ihn auf etwas Styropor, damit die Kälte des Bodens nicht angreift. 

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Gönne deinem Bambus im Kübel ein sicheres Überwintern mit dem Thermo-Topfschutz.

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Um der Kälte möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, kannst du den Bambus zusammenbinden und die komplette Pflanze dann mit einer Hülle aus atmungsaktivem Material umschließen. 

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, steht einem problemlosen Überwintern nichts im Wege. 

Häufige Probleme bei Bambus im Kübel

Auch wenn die meisten Bambussorten vergleichsweise genügsam sind, gibt es „typische Probleme“, mit denen du konfrontiert werden kannst. In den folgenden Abschnitten erfährst du, wie du bei solchen „Zwischenfällen“ am besten reagierst.

Der Bambus bekommt gelbe Blätter

Bekommt dein Bambus im Kübel gelbe Blätter, hast du ihn wahrscheinlich überwässert. Lege eine Gieß-Pause ein. (Solltest du zu wenig gießen, rollen sich die Blätter auf.) 

Der Bambus im Kübel wächst nicht

Bambus ist sehr gut darin, sich bestmöglich an die Umgebung anzupassen. Wächst dein Bambus nicht mehr, ist er vermutlich entweder ausgewachsen oder der Kübel ist mittlerweile zu klein für ihn geworden. Hier ist es an der Zeit, umzutopfen. 

Ein weiterer Ansatz: Auch Bambus, der nicht optimal mit Nährstoffen versorgt wird, wächst weniger. Daher solltest du deine Pflanze einmal im Jahr mit einem Langezeitdünger unterstützen. 

Ameisen im Bambuskübel

Haben es sich Ameisen im Bambuskübel bequem gemacht, solltest du schnell handeln. Eine kleinere Kolonie lässt sich meist durch Gießen vertreiben.

Achtung! Selbstverständlich solltest du deinen Bambus nicht der Ameisenbekämpfung zuliebe überwässern! Am sichersten ist es, den Bambus umzutopfen. 

Fazit

Bambus als Kübelpflanze im Wohnbereich, dem Balkon, Garten oder auf der Terrasse handelt es sich um einen echten Klassiker. Die große Auswahl an verschiedenen Sorten sorgt dafür, dass es hier ganz sicher nicht langweilig wird. 

Damit du deinen Bambus richtig in Szene setzen kannst, solltest du jedoch einige Punkte beachten:

Besonders wichtig sind die richtige Erde, die passende Kübelgröße und die Tatsache, dass Sorte und Rahmenbedingungen zusammenpassen müssen. 

Besonders praktisch ist es, dass die Pflege deiner Bambuspflanzen nicht aufwendig sein muss. Wenn du die Pflanze regelmäßig bewässerst und in regelmäßigen Abständen auf abstehende Triebe, Schädlinge und andere Auffälligkeiten checkst, sicherst du dir einen gesunden Bambus.

Du hast noch weitere Fragen zum Pflanzen von Bambus im Kübel? Wirf doch einen abschließenden Blick auf meinen FAQ Bereich:

Häufig gestellte Fragen

Wie schnell wächst Bambus im Kübel? 

Bambus kann im Kübel ebenso schnell wachsen wie in freier Natur. Je nach Sorte wachsen sie zwischen etwa 3,5 cm und 25 cm pro Tag.

Wie viel Wasser braucht Bambus im Kübel?

Im Sommer solltest du zwei- bis viermal in der Woche gießen. Im Winter ein- bis zweimal. Vermeide unbedingt Staunässe. 

Wie hoch wird Bambus im Kübel? 

Kleinere Bambussorten, wie der Pleioblastus chino “Elegantissima” werden etwa einen Meter hoch. Viele Varianten der Phyllostachys Familie erreichen vier Meter und mehr. 

Muss man Bambus im Kübel düngen? 

Bambus im Kübel zu düngen, sorgt für eine gut wachsende und gesunde Pflanze. Am besten nutzt du ein Produkt mit einem hohen Stickstoffanteil. Beachte aber auch immer die Angaben der Hersteller zur Dosierung.

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